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Haarseife, saure Rinse, festes Shampoo – What?

Quelle: Flow cosmetics

Immer mehr Kunden kommen mit dem Wunsch nach einer festen Seife zum Haarewaschen zu uns. Oftmals wird dann von einer Haarseife gesprochen, aber ein festes Shampoo gemeint – doch was ist überhaupt der Unterschied?

Sind wir mal ehrlich: ich selbst habe auch immer zu festen Haarwaschmitteln einfach „Haarseife“ gesagt und es passiert mir heute noch aus Gewohnheit manchmal. 🙂 Doch da gibt es ein paar kleine aber feine Unterschiede.

Was ist so besonders an Haarseifen?

Herkömmliche Seifen bestehen hauptsächlich aus pflanzlichen (oder tierischen) Fetten und Lauge und bei der Haarseife ist es ebenfalls so. Sie schäumen für gewöhnlich nicht so sehr wie herkömmliche Shampoos – also nicht wundern, wenn es etwas anders ist wie gewohnt. Achtet nur drauf, dass ihr die Haarseife wirklich auf den ganzen Kopf auftragt.

Wir hören immer wieder, dass manche Menschen Probleme mit trockener und/oder juckender Kopfhaut haben, da sie auf synthetische Tenside (Schaumbilder) reagieren. Bei Haarseifen wird fast immer darauf verzichtet. Darum ist sie eine gute Alternative für alle mit Kopfhautproblemen. Einige berichten auch davon, dass sie durch die Haarseife voluminösere und griffigere Haare bekommen.

Strähnige Haare durch Haarseife?

Bei Haarseife haben manche das Problem, dass sie nach dem Waschen strähnige Haare haben und ihnen die Haare „ungewaschen“ vorkommen. Dafür gibt es meist 2 Gründe: Entweder braucht das Haar ein wenig Zeit sich umzustellen (besonders wenn man von silikonhaltigen Produkten umsteigt), oder es kann manchmal auf den Kalkgehalt des Wassers zurückzuführen sein.

Bei sehr hartem, also kalkhaltigem Wasser kann die Intensität der Seife gemindert werden. Ich persönlich hatte früher nie strähnige Haare nachdem ich meine Haare mit Haarseife gewaschen habe. Seit meinem Umzug (von einem Gebiet mit weichem Wasser in eines mit mittelhartem Wasser) hat sich das aber geändert. Jetzt muss ich nach jeder Haarwäsche eine saure Rinse in die Haare geben. Das ist aber in meinem Fall nicht schlimm, da ich sowieso nach jeder Haarwäsche eine Spülung oder Kur auftragen muss. Der einzige Unterschied ist, dass die saure Rinse vorher vorzubereiten ist. Und ich finde, dass meine Haare mit der Kombination aus Haarseife und saurer Rinse besser ausschauen und sich besser kämmen lassen als mit Haarseife und Spülung/Kur.

Wie funktioniert das nun? Wie wendet man die Haarseife an? Muss man sie in den Händen aufschäumen oder auf dem Haar?

Das sind die häufigsten Fragen, die wir bezüglich Haarseifen gestellt bekommen und meine Antwort ist meist: „wie du dich am wohlsten fühlst – probier am besten ein wenig herum“. Ich beispielsweise mache mir die Haare nass und reibe mit dem Seifenstück einmal komplett über meine Haare. Danach schäume ich sie auf bis ein ganz feiner Schaum entsteht. Dann wasche ich die Haarseife mit warmen Wasser aus und wiederhole den Vorgang weil ich gemerkt habe, dass meinen Haaren ein zweiter Durchgang gut tut. Als letzten Schritt gebe ich die saure Rinse (für die Harten unter uns am besten mit kaltem Wasser) über meine Haare und wasche sie nicht aus. Aber Vorsicht mit der Rinse – aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sie im Auge brennt. Eigentlich klar, wenn man weiss was drinnen ist, aber ab und zu braucht es doch eine Erinnerung. 😉

Haarseife Tea Tree
von Flow
€ 10,90

Ganzkörperseife Dead Sea Mud
von Nablus
€ 4,99

Festes Shampoo Orange
von Lamazuna
€ 9,90

Haarspülung (Rinse) Heather
von Flow
€ 16,90

Dein Retter bei strähnigen Haaren – saure Rinse – aber was ist das überhaupt?

Bisher habe ich die saure Rinse nicht selten erwähnt, langsam wird es Zeit, dass dieses Geheimnis gelüftet wird. Saure Rinse ist für gewöhnlich eine Mischung aus Wasser und Essig (Zitronensaft wäre auch möglich). In unserem Shop gibt es auch eine Rinse extra für trockene Haare und eine für fettige Haare – beide müssen aber vor der Anwendung mit Wasser vermischt werden.

Es gibt viele verschiedene Mischverhältnisse – ich gebe immer 2 Esslöffel (bei sehr hartem Wasser empfehle ich mehr) Apfelessig in einen Liter Wasser. Die saure Rinse gibt man dann nachdem man die Haarseife gründlich ausgewaschen hat auf die Haare. Es wird normalerweise empfohlen, die saure Rinse nicht auszuwaschen – aber auch hier gilt, probiert einfach aus was euch besser gefällt.

Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass sich jeder der saure Rinse das erste Mal benutzt fragt, ob der Geruch bleibt, darum beantworte ich die Frage gleich: nein zum Glück nicht. 🙂 Sobald die Haare trocken sind, riechen sie nicht mehr nach Essig.

Eine andere Frage die ich mir auch immer stellte ist, ob eine saure Rinse wirklich eine Spülung von der Pflege her ersetzen kann und ich muss gestehen, das kann sie. 🙂 Ich bin ja recht neu in der „Rinse-Szene“, aber mich überzeugt das Ergebnis wirklich und ich überlege, ob ich meiner geliebten Repair Kur untreu werde und die saure Rinse einmal in Kombination mit flüssigem Shampoo verwende.

Festes Shampoo, Shampoobar … – und was ist nun das?

Ganz einfach erklärt: ein festes Shampoo ist ein normales Shampoo ohne Wasser bzw. mit geringem Wasseranteil. Es schäumt meist gleich viel wie seine flüssigen Kollegen und ist von der Wirkung her sehr ähnlich. Ich selbst habe bisher noch kein festes Shampoo verwendet und kann deshalb leider nicht aus eigener Erfahrung sprechen. Wir erhalten aber natürlich auch Feedback von unseren Kunden und die festen Shampoos von Lamazuna sind sehr beliebt und werden gerne nachgekauft.

Aber es gibt auch Gemeinsamkeiten zwischen Haarseifen und festen Shampoos

Auch wenn einige Unterschiede zwischen Haarseifen und festen Shampoos bestehen, gibt es doch auch Gemeinsamkeiten. Beide kommen meistens ohne Plastikverpackung aus (alle Haar- und Shampooseifen in unserem Shop haben Kartonverpackung) und halten ca. 2-3 Mal so lange wie ihre flüssigen Kollegen. Auch der Preis ist bei den beiden Produkten meist höher als bei Flüssigshampoos – relativiert sich aber wieder, da die festen Haarwaschmittel weit länger halten als die flüssigen. Die meisten werden das von den Handseifen kennen, eine flüssige Seife ist einfach viel schneller leer als ein Seifenstück.

Haarseife Tea Tree, Marigold, festes Shampoo Weißtanne … und was ist das richtige für mich?

In unserem Shop gibt es zum einen Haarseifen und feste Shampoos für bestimmte Haartypen aber auch Universalprodukte.

Bei trockenen Haaren kann ich die Haarseife Marigold von Flow empfehlen. Shampoo-Freunde haben wahrscheinlich mit dem festen Shampoo Orange von Lamazuna eine größere Freude.

Für fettige Haare gibt es entweder die Haarseife Hemp & Peat von Flow, das feste Shampoo May Chang von Lamazuna oder die Seife mit Schlamm aus dem toten Meer von Nablus.

Wie weiter oben schon erwähnt, werden Haarseifen gerne bei Problemen mit der Kopfhaut verwendet. Die Rhassoul Clay-Seife von Flow (diese Seife kann auch für den Körper verwendet werden), sowie die Haarseife Tea Tree von Flow sollten hier Abhilfe schaffen.

Die beiden festen Shampoos von Lamazuna mit Schokoladenduft und Weißtanne sind für „normales Haar“ und können somit bei jedem Haartyp angewendet werden. Die Himalayasalz-Seifen von Flow wurden eigentlich für Körper und Hände entwickelt, sind aber auch für das Gesicht und die Haare geeignet – diese Seifen gibt es mit Zitronengras und Honig sowie mit Pfefferminze.

Bei der Frage ob Haarseife oder festes Shampoo spielt wie gesagt, der Kalkgehalt des Wassers eine wichtige Rolle. Um den herauszufinden würde ich einfach „Wasserhärte «Ort eingeben»“ googeln. Bei sehr kalkhaltigem Wasser empfehle ich entweder einen Duschkopf mit Wasserfilter, eine etwas stärkere saure Rinse oder ich würde auf feste Shampoos zurückgreifen.

Mein persönliches Fazit

Ich finde Haarseifen sind eine super Alternative zu normalen Shampoos und sie machen wirklich wenig Müll. Was mir immer wieder auffällt wenn ich Haarseife benutze ist, dass meine Haare welliger sind. Ich habe eigentlich leicht welliges Haar, da die aber meist nicht so schön sind bzw. nach einem Tag furchtbar (der Fachterminus dafür wäre wahrscheinlich „explodierter Wischmopp“ 😀 ) ausschauen, glätte ich meine Haare für gewöhnlich. Wenn ich aber Haarseife benutze (derzeit die Marigold von Flow), sind meine Wellen um einiges schöner und schauen sogar am 2. oder 3. Tag noch gut aus. Ich habe noch nie gehört, dass Haarseife die Haare welliger macht, darum frag ich mich ob das nur bei mir so ist?

Wie ihr wahrscheinlich gemerkt habt, bin ich Haarseifen gegenüber ziemlich positiv gestimmt, aber natürlich muss man zugeben, dass sie etwas umständlicher sind. Man braucht eine Seifenschale, diese muss man so platzieren, dass sie vor Wasser geschützt ist. Weiters muss ich ein 2. Mal meine Haare shampoonieren (oder sehr gründlich die Seife auf meinem Haar verteilen und aufschäumen) und vor dem Duschen die saure Rinse vorbereiten. ABER mir ist es der Aufwand wert. Ich mag, dass meine Haare nicht so besenmäßig sind wie sonst und natürlich gefällt mir, dass nur ein kleiner Karton als Müll zustande kommt. Ich habe flüssigen Shampoos nicht total abgeschworen, weil ich da auch ein paar Lieblinge habe und ich einfach viel zu gerne abwechsle – aber derzeit haben die Haarseifen die Nase vorn. 🙂

Was ist eure Meinung zu Haarseifen und festen Shampoos? Habt ihr sie schon einmal versucht? Und wenn ja, was denkt ihr darüber?

Edit: Ich habe in der Zwischenzeit ein festes Shampoo getestet – meine Erfahrungen findet ihr hier.

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Kommentare

  • Susanne

    Hallo Corinna,
    ich bin seit kurzem auch wieder auf Seife+Rinse umgestiegen. Dass das Waschen mit Seife die Haare welliger macht, kann ich Dir aus eigener Erfahrung bestätigen. Habe auch leichte Wellen/Locken im Haar, die sich bei normalen Shampoos schnell aushängen und dann habe ich oft eine Mischung aus glatten und lockigen Strähnen, was total bescheuert aussieht.
    Durch die Rinse glänzen sie dann auch noch schön, wozu ich sonst eine Spülung gebraucht habe – und die ist leider auch wieder der Tod meiner Wellen 😉
    LG, Susanne

    Antworten
    • Corinna Corinna

      Hallo Susanne, vielen Dank für deinen Beitrag. Ich bin froh, dass ich ich nicht die einzige bin bei der die Haare welliger werden 🙂
      Da ich meine Haare jetzt meistens wellig trage, habe ich meine Routine sogar noch ausgeweitet. Ich benutze jetzt eine Spülung, wasche sie aus und gebe dann die saure Rinse darüber. Damit sich meine Haare nicht so schnell aushängen, gebe ich danach noch Leinsamengel (kannst du ganz einfach selbst machen – einfach googlen) in die nassen Haare und lasse sie trocknen. Wenn sie trocken sind, knete ich das Gel wieder raus und habe dann recht „stabile“ Wellen – ich kann das Leinsamengel wirklich weiterempfehlen 🙂

      Liebe Grüße, Corinna

      Antworten
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